Comedy Killer

Comedy Killer

Comedy Killer

Lutz Schebesta

 

Der Comedian Lars Lustig ist verzweifelt, pleite und leider auch nicht witzig. Das könnte sich ändern: Per Zufall findet er ein unveröffentlichtes Stand-Up-Programm. „Verdammt, ist das gut! Damit will ich auftreten“, beschließt er. Der Kampf um das Manuskript beginnt. Jetzt zählt beinahe jede Sekunde. Das Chaos nimmt seinen Lauf, als bei dieser irren Jagd ein tödlicher Unfall nach dem nächsten passiert … Comedy Killer ist eine Kriminalkomödie über einen klassischen Verlierer, der im wahrsten Sinne des Wortes für den Erfolg über Leichen geht.

 

Der Autor:

 

Lutz Schebesta wurde 1972 in Düsseldorf geboren, lebt und arbeitet aber mittlerweile in Köln. Sein Debütroman „Frauenheld“ war ein Bestseller. Mit „Comedy Killer“ erscheint sein fünfter Roman. Zurzeit arbeitet er an seinem sechsten Buch „Zwölf Freunde“. Er schreibt u. a. für Bastei Lübbe und Droemer Knaur.

Das Cover:

Das Cover ist in fröhlichen Farben gestaltet, und in Verbindung mit dem lachenden Smilie wird dem Leser deutlich vor Augen geführt, was ihn in diesem Buch erwartet: in erster Linie Witz und Humor. Laut Klappentext haben wir es mit einer Kriminalkomödie zu tun, jedoch nicht im klassischen Sinne, vielmehr handelt es sich um Comedy, bei der die Hauptfigur mit ein paar mehr oder weniger zufälligen Todesfällen konfrontiert wird.

 

Meine Meinung:

Als Hauptfigur ist hier ein verkannter Komödiant am Werk, der neben seinem Kampf um das tägliche Brot und gegen seine Tollpatschigkeit eine kriminalistische Geschichte erlebt. Damit prallen zwei unterschiedliche Welten aufeinander, denn Lars Lustig soll oder muss witzig sein, hat es aber gleich mit mehreren Verbrechen zu tun, was ja eigentlich gar nicht so witzig ist. Bei den ersten beiden Unfällen hätte ich ihm am liebsten geholfen, das zu tun, was eigentlich jeder normal denkende und handelnde Mensch in dieser Situation tun müsste: einen Arzt rufen, Hilfe holen usw. Beim dritten Toten habe ich dann aufgehört, mich über sein Verhalten zu wundern. Dass schließlich auch noch der vierte „Mitwisser“ dran glauben musste, war in meinen Augen dann doch etwas zu viel Zufall. Hier wäre es unter Umständen origineller gewesen, den Leser, der ja mittlerweile durchaus mit noch einem Todesfall nach demselben Strickmuster rechnet, zu überraschen und eine andere, ausgefallenere Lösung zu präsentieren. Am Schluss erhält Lars dann auch noch eine super Belohnung für seine Unfähigkeit, in gewissen Situationen das Richtige zu tun, das allerdings ist dann wieder schwarzer Humor und Komödie. Insgesamt erkennt man in der Geschichte jedoch ziemlich offensichtlich einen bekannten Comedian und dessen Humor wieder. Hier hätte der Autor stärker seinen eigenen Comedy-Stil einbringen können.

Auf den ersten ca. 20 Seiten hatte ich etwas Mühe, in die Geschichte einzutauchen. Hier unternimmt der Protagonist Lars Lustig einen geistigen Rückblick auf sein bescheidenes Leben. Laut Klappentext ist Lars „verzweifelt, pleite und leider auch nicht witzig“, diesem Eindruck musste ich mich beim Lesen der ersten Seiten voll anschließen. Natürlich soll und muss eine Komödie überzeichnen, dennoch war es nicht gerade einfach, mich der Figur von Lars zu nähern.

 

Doch als ich diese ersten Seiten hinter mir hatte, kam ein lockerer, eindrücklicher Schreibstil zutage, der mich mal mehr und mal weniger schmunzeln oder lachen ließ. Die Figuren sind sehr anschaulich beschrieben, die Dialoge spritzig. Der Perspektivwechsel innerhalb der Figuren ist angenehm und lässt den Leser in deren Köpfe blicken. Die doch vorhandenen orthografischen Fehler, in erste Linie Kommafehler, stören zwar ein wenig den Lesefluss, beeinträchtigen den Gesamteindruck des Buches jedoch nicht allzu sehr.

 

Mein Fazit:

Leichte Unterhaltung, Humor, Witz und Comedy sind sehr vielschichtig und regen nicht jeden gleichermaßen zum Lachen an. So ging es mir auch mit diesem Buch: Ich habe mich an vielen Stellen amüsiert, an anderen eben nicht so sehr. Um es auch etwas komödiantisch auszudrücken: „Geschmackssache, sagte der gute Freund, als er in die Seife biss.“ Ein Spruch und eine Hommage an die Vielfältigkeit guter Unterhaltung.

 

Ich werde wegen der vielschichtigen und unterschiedlichen Geschmäcker und Meinungen, die es zu diesem Buch sicher gibt, keine spezielle Leseempfehlung abgeben, das muss man einfach für sich selbst herausfinden. Jedes Buch hat seine Liebhaber, und jedes Buch hat Stärken und Schwächen. Auf jeden Fall steckt immer das Herzblut des jeweiligen Autors drin. Möge dieses Buch viele Leser finden, die Lars Lustig lustig finden, und weiterhin deren Lachmuskeln trainieren.

friedericke von „Friederickes Bücherblog“

 

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