Die Blütensammlerin

Die Blütensammlerin

Die Blütensammlerin

Petra Durst-Benning

Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings …
Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …

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Die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

 

Cover und Gestaltung:
Auch der dritte Band der „Maierhofen-Reihe“ von Petra Durst-Benning ist liebevoll gestaltet. Der frühlingshaft wirkende Umschlag zieht sofort die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich, und spätestens beim Anblick der Umschlagsinnenseiten bekommt man so richtig Lust auf ein Erdbeerbuffet – und natürlich auch auf das Buch. Das Covermotiv vermittelt eine rustikale Ländlichkeit im angesagten Shabby Chic-Stil und wirkt durch die glänzende Schrift des Buchtitels gleichzeitig edel.
Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):
Nachdem Christines Noch-Ehemann Herbert aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen ist, wird sie von ihm unter Druck gesetzt: Er verlangt Geld von ihr, ansonsten muss sie ausziehen. Doch wie soll Christine, die immer nur für ihre Familie da war, mit fast fünfzig und ohne Ausbildung auf einmal Geld verdienen? Doch ihre Maierhofener Freundinnen Therese, Greta und Magdalena lassen sie nicht im Stich. Gemeinsam mit ihnen entwickelt Christine den Plan, ein Bed & Breakfast zu eröffnen, hat sie doch ein Händchen fürs Kochen und für schöne Dekorationen. Gerade rechtzeitig zum Frühlingsbeginn wird in der „Casa Christine“ dann auch alles fertig, und bald schon kündigen sich die ersten Gäste an.

Im Sommer steht in Maierhofen das nächste Großereignis vor der Tür: ein Kochwettbewerb der bekannten Zeitschrift „Meine Landliebe“. Dabei soll auch eine Maierhofener Kochgruppe an den Start gehen, bestehend aus acht Singles, die allesamt bei Christine untergebracht werden. In der Gruppe treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander: vom gestressten Top-Manager über einen griechischen Gastronomen und einen schweigsamen Forstwirt bis hin zur gefrusteten Ex-Bankerin. Auch Christines Schwester Erika, die auf der Suche nach dem Mann fürs Leben ist, ist mit von der Partie. Und als einer der Teilnehmer krank wird, springt spontan Christines Nachbar Reinhard ein. So macht sich eine bunt gemischte Gruppe daran, die Herausforderungen des Kochwettbewerbs zu bewältigen. Und ganz nebenbei findet der eine oder andere Teilnehmer seine wahre Bestimmung – und mancher Topf seinen Deckel …

Wie jeder Band der „Maierhofen-Reihe“ wird auch dieses Buch durch thematisch passende Genießerrezepte abgerundet, diesmal für Liköre, Sirups, Bowle und Cocktails für den Frühling und Sommer.
Meine Meinung:
Während die ersten Bände der Maierhofen-Reihe, „Kräuter der Provinz“ und „Das Weihnachtsdorf“, vor allem hinsichtlich der beteiligten Figuren enger zusammenhängen, kann man „Die Blütensammlerin“ in meinen Augen auch lesen, ohne die ersten beiden Bände zu kennen. Mit Ausnahme von Christine, die in diesem dritten Band die Hauptfigur ist, und streckenweise auch Magdalena, spielen die Bewohner von Maierhofen hier eher eine untergeordnete Rolle. Außerdem wird das, was man an Vorwissen braucht (z. B. Christines Vorgeschichte mit der Trennung von ihrem Mann), noch einmal kurz abgehandelt, sodass die Geschichte auch für neu hinzugekommene Leser verständlich sein dürfte.

Wieder einmal hat es Petra Durst-Benning geschafft, mich mit einem ihrer Bücher in den Bann zu ziehen. Sie versteht es mit ihrem lebendigen Erzählstil außerordentlich gut, eine Fülle von Eindrücken beim Leser zu schaffen und dessen Kopfkino in Gang zu setzen. Die Figuren sind wie immer individuell und authentisch ausgearbeitet, die Schauplätze anschaulich beschrieben, ohne dass es jedoch überladen wirkt. So sind es viele liebevolle Details, die in ihrer Gesamtheit diese besondere Magie erzeugen, die dem Genießerdorf Maierhofen innewohnt und der sich die Menschen, die dort leben oder auch nur ein paar Tage dort verbringen, nicht entziehen können. Lediglich Viktoria passte hier absolut nicht hinein, ich fand sie in ihrem Charakter teilweise auch leicht überzogen.

Selten habe ich ein Buch so schnell fertig gelesen wie dieses – und das bei immerhin über 500 Seiten. Dies lag in erster Linie an dem angenehm zu lesenden Schreibstil, aber auch an der harmonischen Atmosphäre, die in dem Buch geschaffen wird. Wie in vielen Romanen v. a. dieses Genres kann man auch hier im Laufe der Geschichte teilweise schon voraussehen, wie die Dinge enden und welcher Topf welchen Deckel finden wird. Doch dies beeinträchtigt das Leseerlebnis in keiner Weise.

Auch Tage nach Beendigung der Lektüre wirkt das wohlige, positive Gefühl, das ich beim Lesen hatte, noch immer in mir nach. Es ist einfach ein Buch zum Genießen. Daher gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung.

Susanne von „friederickes Bücherblog“

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